Pressemitteilungen

In dieser Rubrik finden Sie aktuelle Meldungen der DGOOC, der DGOU (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie), des DKOU (Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie), des EPRD (Endoprothesenregister Deutschland) und der EndoCert GmbH.

Pressemitteilungen des EPRD
Künstliche Gelenke

Zementieren oder nicht zementieren? Welchen Einfluss hat der Body-Mass-Index darauf, ein Implantat zu erhalten? Wie lange halten Hüft- und Knieimplantate im menschlichen Körper und was sind die Gründe für Wechseloperationen? Wer ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk erhält, hat viele Fragen. Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) informiert mit einer patientenverständlichen Broschüre.

Pressemitteilungen der DGOU
Silvesterböller und Zündhölzer in Hand

Gemeinsame Pressemitteilung von DGOU und DGH

Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) und die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) begrüßen die Entscheidung von Bund und Ländern, auch in diesem Jahr den Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester zu untersagen. Denn viele Menschen bringen sich durch die Böller und Raketen selbst in Gefahr; oftmals kommt es zu schwersten Verletzungen an den Händen, welche in der Notaufnahme behandelt werden müssen. Die Krankenhäuser sind jedoch aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin schon überlastet.

Pressemitteilungen des EPRD
EPRD-Logo

Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) hat seinen Jahresbericht 2021 veröffentlicht. 2020 erfasste das EPRD mehr als 290.000 endoprothetische Eingriffe an Hüften und Knien – 2019 waren es noch über 318.000. Dies entspricht einem Rückgang von ca. neun Prozent. Dr. Andreas Hey, EPRD-Geschäftsführer: „Der erwartete Rückgang an elektiven endoprothetischen Eingriffen an Hüfte und Knie beeinflusst nicht die Auswertungen des Endoprothesenregisters für den Berichtszeitraum 2020. Das EPRD hat sich im vorliegenden Jahresbericht erstmals mit den Auffälligkeiten bei periprothetischen Infektionen beschäftigt und konnte dabei versorgungspolitisch relevante Erkenntnisse gewinnen.“

Pressemitteilungen zum DKOU
Professor Dr. Dieter C. Wirtz

Professor Dr. Dieter C. Wirtz, Kongresspräsident des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin, schaut mit Sorge auf die steigende Umweltbelastung durch Krankenhäuser: „Krankenhäuser produzieren einen Mülltsunami. Die Müllproduktion an deutschen Krankenhäusern ist ökologisch nicht vertretbar.“ Dabei sieht der Experte als Ursache eine Überregulierung und mahnt zudem zum Umdenken beim Energieverbrauch an, um das Emissionsaufkommen im Gesundheitssektor zu senken. Wirtz erkennt in dieser Problematik eine Chance für Krankenhäuser und Umwelt: „Nachhaltigkeit wird für Patienten ein Entscheidungskriterium bei der Krankenhauswahl.“

Pressemitteilungen zum DKOU
Professor Dr. Michael J. Raschke

Professor Dr. Michael J. Raschke, Kongresspräsident des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) schätzt „Intelligente Implantate“ als Revolution in der Unfallchirurgie ein. Mit dieser Technik können Ärzte und Ärztinnen weltweit zum ersten Mal kontinuierlich die Knochenheilung nach Brüchen in Echtzeit beobachten und daraus Erkenntnisse gewinnen, um einen unterstützenden Einfluss auf den Heilungsprozess zu nehmen.

Pressemitteilungen zum DKOU
Dr. Burkhard Lembeck

Dr. Burkhard Lembeck, BVOU-Kongresspräsident des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2021, warnt vor den möglichen Gefahren unkritischer Verschreibung orthopädischer Apps. Er befürchtet, dass Patienten und Patientinnen ohne individuelle fachärztliche Diagnostik und Beratung entweder die falschen Übungen anwenden oder empfohlene Übungen nicht an den individuellen Beschwerden ausgerichtet durchführen. Lembeck formuliert die Gefahr deutlich: „Ohne entsprechende Diagnostik können bei Rückenschmerzen Übungen das Gegenteil bewirken.“

Pressemitteilungen der DGOU
Max Lebsanft und Franziska Schwarck

Gemeinsame Pressemitteilung von DGOU und BVOU
Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) zeichneten gestern die herausragende Beitragsreihe „W wie Wissen: Wunderwerk Knochen“ von Max Lebsanft und Franziska Schwarck mit dem Deutschen Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie (JOU) 2021 aus. „Die Sendung ermöglicht einen ungewöhnlichen Blick auf das Thema Knochen. Das Skelett stabilisiert uns, es ermöglicht Bewegung und ist Gedächtnis der Menschheit bezüglich Ernährung, Verwandtschaften und Wanderungsbewegungen. Das Wissen über menschliche Knochen ist von grundlegender Bedeutung für unser Fach Orthopädie und Unfallchirurgie“, fasst Juryvorsitzender Prof. Dr. Karsten E. Dreinhöfer das Ergebnis der Jurysitzung zusammen. Darüber hinaus vergab die Jury einen Sonderpreis für investigativen Journalismus für den MedWatch-Beitrag „Das große Versprechen von der Heilung ohne Operation“ von Julia Blage. Die JOU-Verleihung fand im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2021 in Berlin statt.

Pressemitteilungen zum DKOU
Professor Dr. Bernd Kladny und Kollegen

Professor Dr. Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), weist auf der Pressekonferenz des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin auf die Bedeutung einer der weltweit einzigartigen Datenbanken für künstliche Gelenke im Bereich von Hüfte und Knie hin, das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). In dieser Datenbank ist registriert, welche eingesetzten Hüft- und Knieprothesen bei welchen Patientinnen und Patienten welche Komplikationen und Haltbarkeiten aufweisen. Kladny: „Viele Menschen verdanken dieser Datenbank ihr beschwerdefreies Leben mit einem neuen Knie- oder Hüftgelenk. Die detaillierten Erhebungen aus fast zwei Millionen Operationen helfen, Implantate und Prothesen zu bewerten. Wir wollen die Langlebigkeit der künstlichen Knie- und Hüftgelenke verbessern und vielen Menschen eine Wechseloperation ersparen. Vor allem werden fehlerhafte Implantate und Implantatbestandteile frühzeitig entdeckt. Der Erhalt der Daten und der Arbeit des Endoprothesenregisters ist für die Patientensicherheit wichtig.“ Aktuell gibt es Bestrebungen des Bundesministeriums für Gesundheit zum Betrieb des inzwischen gesetzlich verankerten Implantateregister Deutschland (IRD).

Pressemitteilungen zum DKOU
Dr. Johannes Flechtenmacher und Kollegen

Dr. Johannes Flechtenmacher, Präsident des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), unterstreicht auf der Pressekonferenz des DKOU (Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie) in Berlin die Bedeutung einer sportmedizinischen Aufklärung für die Prävention von Sportunfällen: „Verletzungen verursachen Leid und erhöhen das Risiko für eine spätere Arthrose. Wir müssen mehr für die Vermeidung von Sportverletzungen tun“, sagt der Experte. „Patientinnen und Patienten müssen über geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Verletzungsrisiken aufgeklärt werden. Männer und Frauen haben wegen ihrer unterschiedlichen Anatomie unterschiedliche Risiken.“ Der Experte ergänzt: „Männer und Frauen brauchen verschiedene Präventionsstrategien.“ Flechtenmacher beklagt in diesem Zusammenhang, dass die Aufklärung durch Fachärzte und Fachärztinnen unzureichend vergütet wird: „Ein Präventionsgespräch, das sein Ziel erreicht, entlastet das Gesundheitssystem durch weniger Sportunfälle und weniger Arthrosen, kostet aber Zeit.“ Der BVOU-Präsident fordert daher: „Der Nutzen einer guten sportmedizinischen Präventionsarbeit ist offensichtlich und muss angemessen honoriert werden!“

Pressemitteilungen zum DKOU
Professor Dr. Dieter C. Wirtz

Professor Dr. Dieter C. Wirtz, Kongresspräsident des diesjährigen Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU), warnt auf der DKOU-Pressekonferenz davor, dass das aktuelle Gesundheitssystem nicht adäquat auf die geburtenstarken Jahrgänge vorbereitet sei, wenn diese altersbedingt Knie- und Hüftoperationen benötigen. „Die Babyboomer überrollen die Orthopädie, wenn wir jetzt nichts ändern“, sagt Wirtz. Deshalb fordert der Experte zur rechtzeitigen Lösung eine bessere Kooperation zwischen orthopädischer Chirurgie, Geriatrie, speziell ausgebildeten Altenpflegern sowie Physio- und Ergotherapeuten. Die detaillierten Ausführungen stehen im Weißbuch Alterstraumatologie und Orthogeriatrie, welches der Kongresspräsident auf dem DKOU 2021 vorstellt.

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