Pressemitteilungen der DGOU
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Gemeinsame Pressemitteilung der DGOU und des BVOU

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) haben heute zwei herausragende Medienbeiträge von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) und vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) mit dem Deutschen Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie 2016 (JOU) ausgezeichnet. Die Gewinnerbeiträge berichten über Arthrose als vergessene Volkskrankheit und vom Rücken als meisterhafte Entwicklung der Evolution. Besondere Beachtung erhielt auch das Sonderheft Hörzu Gesundheit „Starke Knochen – Gesunde Gelenke“. Die Jury entschied sich, dafür erstmals einen JOU-Sonderpreis zu vergeben, um den Sammelbeitrag entsprechend zu würdigen. Die Verleihung fand auf der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin statt.

Michael Brendler erhielt den JOU 2016 mit einem Preisgeld von 2.000 Euro für seinen Beitrag „Arthrose – die vergessene Volkskrankheit“. Er erschien am 22. April 2016 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Er beschreibt, dass Arthrose fast jeden Zweiten trifft, Belege für eindeutige Krankheitsursachen jedoch nach wie vor fehlen. Weil aber die Mechanismen der Arthroseentstehung komplex sind, wird die Forschung nach Medikamenten erschwert. Für die Jury hat Brendler damit eine häufig thematisierte Erkrankung unter einem neuen, klugen Blickwinkel aufgegriffen: Brendler schildert informativ und vielstimmig die Herausforderungen für Wissenschaft und pharmazeutische Industrie.

Andrea Hauner-Wagner erhielt den JOU 2016 mit einem Preisgeld von 2.000 Euro für ihre Autorenarbeit bei der Reportage „Der Rücken – stark und sensibel“. Der Fernsehbeitrag wurde am 4. Februar 2016 im Schweizer Radio und Fernsehen 1 ausgestrahlt. Hauner-Wagner geht in ihrem Beitrag vielen Aspekten nach, die im Zusammenhang mit der Rückengesundheit thematisiert werden: mehr Bewegung, regelmäßiger Sport, gute Schuhe und Matratzen. Doch unter anderem durch die verschiedenen Einlagen einer Pantomimin weist sie auch darauf hin, dass innere und äußere Haltung zusammenhängen – und beides veränderbar ist. Die Jury lobte die unaufgeregte Perspektive auf das Thema Rückengesundheit, die durch klare Bilder, originelle Filmsequenzen und viele Informationen entwickelt wurde. Sie würdigte einen zugleich heiteren und ernsthaften Beitrag zu einem häufigen Beschwerdebild.

Das Hörzu-Autoren-Team unter der Leitung von Mike Böhme, bestehend aus Claudia Brock, Kathrin Elsner, Bettina Koch, Dr. Caroline Mayer, Dr. Henrike Otterjahnn, Michael Timm und Alexander Weis erhielt den Sonderpreis JOU 2016 mit einem Preisgeld von 2.000 Euro für das Sonderheft Hörzu Gesundheit „Starke Knochen – Gesunde Gelenke“, erschienen im April 2016. In der Zeitschrift geben Orthopäden und Unfallchirurgen Ratschläge für einen gesunden Muskel-Skelett-Apparat, der im Laufe des Lebens vielen Belastungen standhalten muss. Die Experten erläutern darüber hinaus die neuesten Forschungsergebnisse und erklären, welche Behandlungsmöglichkeiten es für Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose oder Osteoporose gibt. Zudem diskutieren sie den Einsatz künstlicher Gelenke. Die Jury würdigte die sehr gut verständliche und fachlich abgesicherte Darstellung vieler Aspekte von Knochen- und Gelenkgesundheit.

Der JOU würdigt jährlich seit 2010 herausragende Medienbeiträge über orthopädisch-unfallchirurgische Themen aus den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen und Internet. Der Preis war 2016 mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wurde dieses Jahr dreigeteilt. Der siebenköpfigen Jury lagen insgesamt 25 Bewerbungen vor. Davon kamen 17 aus dem Bereich Print, 6 aus dem Bereich Fernsehen und jeweils einer aus dem Hörfunk- bzw. Onlinebereich.

Der JOU-Jury 2016 gehörten an:

  • Gerda Kneifel, freie Medizinjournalistin
  • Sabine Rieser, Leitung Kommunikation und Pressearbeit, BVOU
  • PD Dr. Philipp Schwabe, Leitender Oberarzt CVK, Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie (CMSC) der Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Cornelia Fischer-Börold, freie Medizinjournalistin, Preisträgerin 2015
  • Anne Wittchen, Referentin Medizin im Büro des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie des Bevollmächtigten für Pflege
  • Juryvorsitzender: Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Vizepräsident Berufsverband (BVOU) sowie Chefarzt Orthopädie, Medical Park Berlin Humboldtmühle, und Professor für muskuloskeletale Rehabilitation, Prävention und Versorgungsforschung, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Der Bewerbungsschluss für den Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie endet jedes Jahr am 30. August. Eingereicht werden können Beiträge, die im davor laufenden Jahr zwischen dem 01. September und 30. August in einem deutschsprachigen Medium erschienen sind. Die Jury bewertet alle Beiträge in einem eintägigen, aufwendigen Sichtungsverfahren.

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