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Mit Beginn des neuen Jahres ist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) Mitglied in der europäischen Dachgesellschaft des Faches O und U, der European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology (EFORT). Zuvor hatten sich bis Ende 2016 die Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) sowie der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) aus der EFORT zurückgezogen. Damit werden die Anliegen der deutschen Orthopäden und Unfallchirurgen zukünftig von einer einzigen Mitgliedsgesellschaft Deutschlands vertreten. Vertreter von DGOU, DGOOC, DGU und BVOU werden ihre Interessen zukünftig im Vorhinein im neu gegründeten EFORT Council des DGOU-Referats Internationale Angelegenheiten miteinander abstimmen.

Dass die deutschen Orthopäden und Unfallchirurgen ab sofort vereint und einstimmig im europäischen EFORT-Netzwerk vertreten sind, sehen die Vorstände von DGOU, DGOOC, DGU und BVOU als großen Erfolg ihrer engen Zusammenarbeit. Hintergrund für diesen Schritt ist unter anderem, dass jedes Land, das in der europäischen Dachgesellschaft vertreten ist, zwei Stimmen in der General Assembly inne hat – unabhängig davon, wie viele Mitgliedsgesellschaften die Nation in EFORT einbringt.

Prof. Dr. Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der DGOU, erklärt dazu: „Es ist uns gelungen, aus den vier deutschen orthopädisch-unfallchirurgischen Member Societies der EFORT eine geeinte durchsetzungsstarke Vertretung hervorzubringen. Das spiegelt die Einigkeit der deutschen Orthopädie und Unfallchirurgie wider, stärkt unser Fach europaweit und bringt die DGOU zudem auf die internationale Bühne.“ Der stellvertretende DGOU-Generalsekretär Prof. Dr. Bernd Kladny ist sich sicher: „So können wir als O und U mit einer Stimme sprechen und wissenschaftliche, berufspolitische sowie versorgungsrelevante Aspekte in Zukunft noch besser auf europäischer Ebene einbringen sowie Entscheidungsprozesse mit und über EFORT beeinflussen.“

Als Gründungsmitglied der EFORT hatte die DGOOC zunächst allein und später gemeinsam mit dem Berufsverband bis 2015 die beiden EFORT-Stimmen für Deutschland inne. Als die DGU 2012 ebenfalls in die EFORT eintrat, beantragte sie ein zusätzliches Stimmrecht. Da dies von der Mehrheit der anderen Mitgliedsstaaten abgelehnt wurde, trat die DGU 2015 aus der EFORT aus. Nach dem Austritt des BVOU im selben Jahr war die DGOOC nunmehr die einzig verbleibende deutsche Fachgesellschaft in der EFORT. Vertreter der DGOOC, der DGU und des BVOU beschlossen daraufhin, dass die DGOU zunächst ihre Aufnahme als EFORT-Mitglied mit dem Ziel einer Gesamtvertretung für Deutschland beantragen sollte. Nach der Aufnahme der DGOU sollte schließlich auch die DGOOC aus der europäischen Dachgesellschaft austreten. Dem Antrag der DGOU wurde auf dem EFORT-Kongress im Mai 2016 stattgegeben.

Um die Anliegen, die ihre Verbände auf europäischer Ebene haben, miteinander vorabzustimmen, kommen zukünftig jeweils zwei Vertreter der Fachgesellschaften und des Berufsverbands im neu gegründeten EFORT Council gleichberechtigt zusammen: Prof. Dr. Klaus-Peter Günther und Prof. Dr. Dieter Wirtz für die DGOOC, Prof. Dr. Christoph Josten und Prof. Dr. Ulrich Stöckle für die DGU sowie Prof. Dr. Karsten E. Dreinhöfer und Prof. Dr. Karl-Dieter Heller für den BVOU. Das neue Gremium ist an das Referat Internationale Angelegenheiten der DGOU angeschlossen. Die beiden Vertreter, die in der EFORT-Mitgliederversammlung stimmberechtigt sind, werden in Abstimmung mit den jeweiligen Beschlussgremien der Verbände aus dem EFORT Council entsandt.

Weitere Informationen:

Links:
EFORT
DGOU-Referat internationale Angelegenheiten

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