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Wie lässt sich die Qualität beim Einsatz von künstlichen Knie- und Hüftgelenken steigern? Das war eine der Fragen, die beim diesjährigen Kongress zum 20-jährigen Bestehen der AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik, einer Sektion der DGOU, im Fokus standen. Im Vorfeld des Kongresses gab es zudem ein gesundheitspolitisches Symposium, auf dem Referenten aus dem Fach O&U sowie aus der Politik und der Industrie aktuelle Themen diskutiert haben.

Das Gesundheitspolitische Symposium

Puhl_Verhaar_Foto_StarfaceAnlässlich ihres 20-jährigen Bestehens fand am 8. Dezember das Gesundheitspolitische Symposium der AE in Berlin statt. Die gemeinsame Veranstaltung von AE, DGOU und dem Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) wurde von Prof. Dr. Wolfhart Puhl initiiert und stand unter dem Titel „Patientenversorgung durch Endoprothetik – Analyse eines Gruppenerfolges“. Dabei ging es unter anderem um Themen wie „Der Arzt im Zentrum der Patientenversorgung“, „Digitalisierung und das Arzt-Patienten-Verhältnis“ und die „Darstellung und Zukunft der Endoprothetik unter aktueller Ökonomie und Gesetzgebung“.

100 geladene Gäste aus allen Bereichen von Orthopädie und Unfallchirurgie, aus Politik und Industrie waren anwesend. Das Symposium wurde moderiert von Dr. Werner Bartens, Medizinjournalist der Süddeutschen Zeitung. Als Vertreter der Politik stellte Dietrich Monstadt (CDU), Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestages, seine Sichtweise zur elektiven Endoprothetik bis 2030 dar. Darüber hinaus wurde unter anderem diskutiert, wie viele Ärzte zukünftig im Fach O und U benötigt werden – und an welcher Stelle. Ebenso wurde das Thema Compliance sowie die sinnvolle Indikationsstellung zum Gelenkersatz und die Einführung neuer Produkte und Methoden besprochen.

Symposium_Foto_StarfaceAuch das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) und die Initiative endoCert zur Zertifizierung von Endoprothetik-Zentren wurden vorgestellt. Da es für die AE von höchster Bedeutung ist, die Qualität bei der Versorgung von Patienten zu kontrollieren und sicherzustellen, unterstützt die AE diese Projekte. In den Initiativen arbeiten führende Mitglieder der AE mit: Sie sind für sie mitverantwortlich und entwickeln diese kontinuierlich weiter.

Der Jubiläumskongress

Rund 500 Teilnehmer besuchten an den folgenden beiden Tagen den Jubiläumskongress „Risikominimierung und Komplikationsmanagement in der Endoprothetik“. Ziel des Kongresses war es, tägliche Erfahrungen zu analysieren und mit Realitätssinn in die Zukunft zu blicken. Inhaltlich stand die Behandlung von periprothetischen Infektionen sowie intra- und postoperativen Komplikationen der Knie- und Hüftendoprothetik im Mittelpunkt. Außerdem wurde eine Ursachenanalyse zum unzufriedenen Patienten nach Knieoperation dargestellt.

Foto_Starface_Berry_PerkaZwei der Sitzungen wurden darüber hinaus in englischer Sprache durchgeführt. So bereicherte unter anderem Prof. Dr. Daniel J. Berry als einer der renommiertesten amerikanischen Endoprothetiker den Kongress mit seinem Wissen. Ihm wurde anlässlich des Kongresses zudem die Ehrenmitgliedschaft der AE verliehen: Durch seine Arbeit als Arzt, Forscher und Lehrer, durch seine zahlreichen Publikationen und durch seine Tätigkeit in einigen der wichtigsten Ämter im Fachgebiet habe er die orthopädische Chirurgie über die vergangenen Jahrzehnte maßgeblich geprägt, sagte Prof. Dr. Carsten Perka, Präsident der AE.

Der Kongress-Abend

Auf dem feierlichen Kongress-Abend in im historischen Spreespeicher blickte die Gesellschaft für Endoprothetik auf ihre Geschichte zurück: 1996 als Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE) in Regensburg ins Leben gerufen, verfolgt sie bis heute die Ziele, fortzubilden, Qualität zu sichern und Versorgung zu optimieren. Von den 7 Gründungsmitgliedern ist die Fachgesellschaft inzwischen auf 666 Mitglieder angewachsen: führende Ärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Wissenschaftler, die sich intensiv mit den Fragen der Endoprothetik und der gelenkerhaltenden Behandlungsverfahren beschäftigen. 2013 wurde die AE in AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik umbenannt.

In der festlichen Atmosphäre des Abends wurden die Gründungsmitglieder zudem noch einmal im Besonderen geehrt – durch AE-Präsident Prof. Dr. Carsten Perka, AE-Generalsekretär Prof. Dr. Karl-Dieter Heller sowie in einer Laudatio von Prof. Dr. Volker Ewerbeck.

Alle Fotos © Starface

Quelle: Bericht der AE - Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik

Weiterführende Informationen:

Downloads:
Nachbericht zu AE-Kongress und -Symposium 12/2016

Links:
Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik (AE)
Kongress-Website

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